Skip Navigation LinksStartseite > Spenderinformationen > Blutspende > Herstellung

Sie möchten wissen, was mit Ihrem gespendeten Blut passiert?

Grafik 4

Damit Patienten therapiert werden können, müssen ausreichend viele Blutspenden vorhanden sein. Für die Herstellung der einzelnen Blutpräparate wird jede Spende in einem komplexen, geschlossenen Beutelsystem aufgefangen, um im Nachgang in unseren Instituten in die einzelnen Blutkomponenten aufgetrennt werden zu können. Eines der eingesetzten Verfahren funktioniert so:

0148

Zuerst wird das gespendete Vollblut zentrifugiert und dabei in seine einzelnen Bestandteile aufgetrennt:

  • Blutplasma,
  • Erythrozyten (rote Blutkörperchen),
  • Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und
  • Thrombozyten (Blutplättchen).

Während der Zentrifugation des Vollbluts sinken die schweren Blutkörperchen (rote Erythrozyten und weiße Leukozyten) im Blutbeutel nach unten, darüber bleibt im Überstand das Blutplasma.

In der Grenzschicht zwischen Blutkörperchen und Plasma, dem sogenannten „Buffy coat“, sammeln sich die Blutplättchen (Thrombozyten).
Rote Blutkörperchen (Erythrozyten) und Plasma werden durch oben und unten am Ursprungsbeutel abgehende Schläuche in jeweils eigene Beutel abgepresst.
Während die Herstellung des Blutplasmas damit abgeschlossen ist und das Präparat nach Abschweißen des Plasmabeutels sofort eingefroren wird, werden die Erythrozyten anschließend filtriert, um die vorhandenen Leukozyten weitestgehend zu entfernen. Die Leukozyten werden verworfen, da sie zu Unverträglichkeitsreaktionen bei der Bluttransfusion führen können.

Grafik 7

Durch Zusammenführen von „Buffy coats“ mehrerer Spender und deren erneutes Zentrifugieren und Filtrieren werden die Thrombozytenpräparate gewonnen.

Überleben dank Blutspenden

In Deutschland gilt ein aus einer Blutspende erzeugtes Blutpräparat als Arzneimittel. Das wichtigste Präparat ist das Erythrozytenkonzentrat, gefolgt vom Thrombozytenkonzentrat und dem gefrorenen Frischplasma.

Grafik 9

In Springe und Dessau stellen wir jährlich rund 720.000 Erythrozyten- und rund 94.000 Thrombozytenkonzentrate (bezogen auf die Einzelspende) her, um die Patientenversorgung sicherzustellen. Mit 23 Verteilertouren täglich wird eine rasche Belieferung von über 330 medizinischen Einrichtungen in unserem Versorgungsgebiet gewährleistet.

Dazu benötigen Patienten Blutpräparate:

Das medizinische Versorgungssystem ist bei schweren Verletzungen und lebensbedrohlichen Krankheiten ohne Blut nicht funktionsfähig. Statistisch gesehen wird das meiste Blut zur Behandlung von Krebspatienten benötigt. Es folgen Erkrankungen des Herzens, Magen- und Darmkrankheiten, Sport- und Verkehrsunfälle und Behandlungen bei Blutarmut, bei der Geburtshilfe und in der Orthopädie.

Grafik 10