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Thrombozytenspende

Was sind eigentlich Thrombozyten?

Thrombozyten sind kleine kernlose Zellen, die auch als „Blutplättchen“ bezeichnet werden. Sie werden im Knochenmark des gesunden Menschen gebildet und befinden sich zum größten Teil im Blut.

Im Normalfall hat jeder Mensch ca. 150.000 - 450.000 Thrombozyten/ Mikroliter Blut. Zusätzlich steht in der Milz ca. 1/3 dieser Menge als „Reserve“ zur sofortigen Verfügung. Die mittlere Lebensdauer der Thrombozyten beträgt etwa sieben bis zwölf Tage. Zusammen mit den Gerinnungsfaktoren des Blutplasmas sorgen sie dafür, dass bei einer Verletzung die Wunde verschlossen wird und die Blutung zum Stillstand kommt. Thrombozyten stellen somit den zellulären Teil der Blutgerinnung dar.

Warum ist die Thrombozytenspende so wichtig?

Ein quantitativer oder auch ein qualitativer Mangel an Thrombozyten kann durch verschiedenste Erkrankungen oder durch massive Blutverluste entstehen. Der weitaus größte Teil der Thrombozytenempfänger ist an Leukämien oder bösartigen Tumoren erkrankt. Bei den Leukämiepatienten ist die Produktion eigener, funktionstüchtiger Thrombozyten im Knochenmark gestört. Dazu kommt, wie auch bei den anderen Tumoren, dass durch die Behandlung mittels Chemotherapie die Zahl der Thrombozyten im Blut stark reduziert wird. Ohne die Transfusion gespendeter Thrombozyten wäre die Gerinnung bei diesen Patienten stark vermindert oder völlig aufgehoben, so dass es zu Einblutungen in die Haut, in schwereren Fällen in den Augenhintergrund oder in das Gehirn kommen kann. Diese Komplikationen lassen sich durch rechtzeitige Gabe gespendeter Thrombozytenpräparate vermeiden.

Sollten Sie sich für die Thrombozytenspende interessieren und / oder weitere Fragen dazu haben, geben Ihnen die Mitarbeiter unserer Institute jederzeit gern Auskunft.

Terminvereinbarungen und Rückfragen an die Institute:

Oldenburg:

0441 / 94401-44
Spendezeiten erfahren Sie hier

Dessau

0340 / 54141-0

Wer darf wann und wie oft spenden?

Thrombozytenspender sollten schon einmal Blut beim Blutspendedienst NSTOB gespendet haben und einen Blutspenderpass besitzen.

Prinzipiell gelten für die Thrombozytenspende die gleichen Voraussetzungen wie für eine Vollblutspende, abgesehen von folgenden Abweichungen:

  • keine Einnahme gerinnungshemmender Medikamente (acetylsalizylsäurehaltige Medikamente, z. B . Aspirin, Rheumamittel) zehn Tage vor der Spende
  • keine Gerinnungsstörungen
  • gute Venenverhältnisse
  • eine Terminvereinbarung zur Spende ist erforderlich
  • maximal sind 26 Thrombozytenspenden innerhalb von zwölf Monaten möglich